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VOXBOX: Roma in Ungarn

Anlässlich der EU-Romawoche sprach ich mit meinem ungarischen Kollegen Péter Niedermüller über die Situation der Roma in Ungarn und die Umsetzung der EU-Romastrategie.

Ungarn hat eine große Gemeinde der europäischen Minderheit der Roma, deren Situation allerdings nicht homogen ist. Viele junge Leute besuchen Universitäten, sind gut integriert und in guten Beschäftigungsverhältnissen. Doch vor allem auf dem Land lebt ein Großteil der Roma in unmenschlichen Verhältnissen, die Lebensbedingungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert ähneln: Es fehlt an Schulen, Arbeitsplätzen und medizinischer Versorgung. Oftmals gibt es weder asphaltierte Straßen noch fließendes Wasser.

Die ungarische Regierung unternehme nichts, um die Situation der Roma zu verbessern. Es gebe viele gute Ideen, vor allem von Nichtregierungsorganisationen, wie man die EU-Romastrategie besser umsetzen könnte. Ein großes Hindernis ist nach wie vor die große Bürokratie im Zusammenhang mit der Beantragung von Fördergeldern. Dabei ist gerade direkte und schnelle Hilfe nötig, damit die NGOs langfristig planen und letztendlich die Situation vor Ort verbessern können.

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