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Newsletter September 2017

Baumschmuck - WahlplakatDer Sommer ist vorbei, und während sich hier und da schon die ersten Blätter färben, besteht „Baumschmuck“ ja dieser Tage vor allem aus Wahlplakaten. Der Wahlkampf in Deutschland geht in den Endspurt und leider sind die Aussichten nicht so, wie wir Grünen uns das wünschen. Allen Vorhersagen nach wird es vor allem auf diejenigen ankommen, die noch nicht entschieden sind oder gar nicht wählen wollen, vielleicht weil sie glauben, das Wahlergebnis bereits zu kennen und nicht beeinflussen zu können. Profitieren würde davon sowohl rechnerisch wie auch politisch insbesondere die AfD. Das wäre fatal für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie. Dem müssen wir etwas entgegensetzen. Wir brauchen eine hohe Wahlbeteiligung. Deshalb bitte ich Euch, liebe Leser*innen, ganz herzlich: Geht wählen und mobilisiert auch viele andere dafür!

Ein starkes Europa ist für uns Grüne nicht nur im Wahlkampf ein Herzensanliegen. Deshalb haben wir vergangene Woche im Europaparlament sehr aufmerksam zugehört, als EU-Kommissionpräsident Juncker seine „Rede zur Lage der Europäischen Union“ gehalten hat, und kommentiert. Man könnte meinen, Juncker hätte sich von einem anderen Präsidenten inspirieren lassen und fordert nun „Make the EU great again!“ Doch dahinter stehen viele richtige und wichtige Forderungen und Vorschläge –z.B. nach einer demokratischeren EU, die auch Mehrheitsentscheidungen zulässt, einer gerechteren EU mit gemeinsamen Sozialstandards, einer transparenteren EU, die Freihandelsabkommen nicht mehr in Hinterzimmern verhandelt, und einer klimafreundlicheren EU, die dafür aber noch auf Vorschläge von der Kommission und Unterstützung der Mitgliedsstaaten wartet.

Weit weniger überzeugend war Herr Juncker leider, als es um die europäische Flüchtlingspolitik ging. Juncker preist die „Fortschritte“ in Gestalt verringerter Einreisen in die EU, verschweigt aber, auf wessen Kosten das geht. Seine Ankündigung, die EU wolle die Lebensbedingungen in Libyen verbessern und legale Einwanderung ermöglichen, lässt vermuten, dass er an dieser Stelle sein Manuskript vertauscht hat mit dem für die Rede des letzten oder vorletzten oder vorvorletzten Jahres.

 

Themen

Flüchtlingspolitik
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Kambodscha
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Europa-VOXBOX: Stimmen in Europa
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Flüchtlingspolitik

Vier flüchtlingspolitische Ereignisse haben mich seit dem Newsletter vor der Sommerpause besorgt und wütend gemacht: libysche Milizen werden für die Bekämpfung von Organisationen wie See Watch benutzt und Warlords dafür belohnt, dass sie Flüchtlinge an Land abfangen und festsetzen. Die Grenzregionen im Sahelgürtel sollen unter anderem zur Migrationsabwehr von Deutschland und Frankreich weiter militarisiert werden. Auf dem sogenannte Mini-Migrationsgipfel am 28. August in Versailles kündigt Frankreich die Auslagerung des Asylverfahrens auf den afrikanischen Kontinent an in eigens dafür einzurichtende Abfanglager. Ich habe meinen Ärger und meine Sorge zum Anlass genommen, die europäische und deutsche Flüchtlingspolitik in der Onlinezeitung MIGAZIN, der Wochenzeitung der Freitag und in der Frankfurter Rundschau mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten zu kommentieren. Die Texte sind auf meiner Webseite zu finden und unten im Presseecho verlinkt.

Am 31. August war ich zusammen mit dem sudanesischen Flüchtling Maissara Saeed vom Flüchtlingsrat Niedersachsen als Referentin eingeladen und sprach über die Ergebnisse meiner Sudanreise und den aktuellen Stand der Grenzschutzkooperation der EU im Rahmen des Better Migration Managements. „Europa macht dicht! …mit Hilfe von Menschenrechtsverbrechern?“ war der Titel der Veranstaltung. Maissara Saeed gab Hintergrundinformationen und berichtete von aktuellen Protesten und dem Widerstand Oppositioneller.
Interessant für mich war zu erfahren, dass alle sudanesischen Flüchtlinge, die in Deutschland Asyl beantragen, dem Bundesland Niedersachsen zugewiesen werden. Die sudanesische Flüchtlingscommunity ist sehr aktiv. Von Mai 2014 bis April 2016 protestierten sie auf dem Weißekreuzplatz in Hannover mit einem Camp ähnlich dem auf dem Berliner Oranienplatz gegen zu lange Asylverfahren, schlechte Aufnahmebedingungen und rechtliche Einschränkungen und machten auf die Zusammenarbeit von deutschen Unternehmen mit dem sudanesischen Regime aufmerksam. Im April diesen Jahres sind zahlreiche sudanesische Aktivist_innen zur Botschaft nach Berlin gereist, um dort gegen die Menschenrechtsverletzungen und die brutale Unterdrückung der außerparlamentarischen Opposition zu demonstrieren.
In der ersten Hälfte dieses Jahres hat das BAMF viele Anträge sudanesischer Flüchtling bearbeitet. Die Schutzquote lag bei 63,5%. Das heißt: Bei fast zwei Dritteln seiner ca. 1.000 inhaltlichen Entscheidungen geht die Bundesbehörde davon aus, dass die Flüchtlinge bei einer Rückkehr in den Sudan erheblich gefährdet sind. Das zeigt noch einmal sehr deutlich, dass die Kooperation mit dem Regime menschenrechtlich in keiner Weise zu vertreten ist.

Apropos Sudan: Gefreut habe ich mich sehr über die Nachricht, dass der sudanesische Menschenrechtsaktivist Dr. Mudawi Ibrahim Adam diese Woche endlich zusammen mit fünf weiteren Aktivist*innen aus der Haft entlassen wurde. Im Dezember 2016 war er in der Universität von Khartoum vom Geheimdienst festgenommen worden und blieb unter falschen Anschuldigungen für 8 Monate hinter Gittern. Da während meiner Reise im Februar ein Gefängnisbesuch nicht möglich war, traf ich mich mit seiner Familie. Es wurde mir berichtet, dass er während der ersten fünfzig Tage seiner Haft keinen Kontakt zur Außenwelt haben durfte. Erst nachdem er Anfang des Jahres einen Hungerstreik begonnen hatte, durfte seine Familie ihn besuchen.

 

Myanmar

Über 400.000 Menschen sind in den letzten Wochen nach Bangladesch in überfüllte Lager geflohen, nachdem die Gewalt im Rakhine Staat erneut eskaliert ist. Die Sicherheitskräfte müssen zweifellos auf Angriffe gegen Polizei- und Militärposten durch militante Rohingya Gruppierungen reagieren. Die Berichte und Bilder der grausamen Gewalt in Myanmar zeigen jedoch, dass das Militär absolut überzogen und unverhältnismäßig reagiert und dem unverzüglich und dringend Einhalt geboten werden muss, sowie humanitäre Hilfe und die im März vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission ins Konfliktgebiet hineingelassen werden müssen.

Aung San Suu Kyi hat dazu lange geschwiegen. Erst in dieser Woche hat sie die Gewalt gegen die Rohingya kritisiert und angekündigt, Beobachter ins Land zu lassen. Für eine Lösung des Konfliktes bedarf es jedoch eines legalen Status und letztlich die Einbürgerung der Rohingya und die Benennung der Verantwortlichen für Gewalt und Hass.

Dies habe ich nicht nur im Gespräch mit dem Botschafter Myanmars bei der EU, sondern auch in einer Debatte mit der EU-Außenbeauftragten Mogherini vergangene Woche im Europaparlament deutlich gemacht. Zur Situation der Rohingya in Myanmar hat das EP eine Dringlichkeitsresolution verabschiedet ebenso wie zur besorgniserregenden Entwicklung in Kambodscha.

 

Kambodscha

Im Windschatten anderer Konflikte wird kaum beachtet, welche Rückschritte es dort in den letzten Wochen beim Demokratisierungsprozess gab: Der Oppositionsführer Kem Sokha wurde verhaftet, mehrere Radiostationen und eine unabhängige Tageszeitung geschlossen, und die Zivilgesellschaft ist mit zunehmenden Repressionen konfrontiert. Es ist zu befürchten, dass sich die Situation vor den im Juli 2018 anstehenden Wahlen noch weiter verschlechtert. Ohne größeren internationalen Druck wird es bei der kambodschanischen Regierung bald keine Toleranz mehr geben für kritische Meinungen, demokratische Debatten und Menschen, die ihre Grundrechte verteidigen. Im EP haben wir die gravierende Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in Kambodscha kritisiert und die sofortige Freilassung von Kem Sokha gefordert. Sollten die Repression anhalten, muss die Europäische Union, die Kambodscha bei der Wirtschaftsentwicklung durch Handelsvorteile im Rahmen der Everything But Arms Initiative unterstützt, auch ihre Handelsbeziehungen mit Kambodscha überdenken.

Dies hatte ich bereits anlässlich des Jahrestages der Verhaftung der Landrechtsaktivistin Tep Vanny Anfang August gefordert. Sie hat sich jahrelang engagiert für die Rechte der Menschen, die von „landgrabbing“ und Vertreibung betroffen sind, und ist zu einer Symbolfigur für den Widerstand gegen Landraub und Vertreibung in Kambodscha geworden. Letztes Jahr wurde sie bei einer Demonstration für die Freilassung von Landrechtsaktivisten verhaftet und wegen zweifelhafter Vorwürfe zu 30 Monaten Haft verurteilt. Ich unterstütze die Forderung von Amnesty International nach ihrer sofortigen Freilassung.

Über die Entwicklungen in Kambodscha habe ich mich in den letzten Wochen auch mehrfach aus erster Hand informiert und in Brüssel, Straßburg und Genf mit Oppositionsabgeordneten und Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen gesprochen.

 

Nordkorea

Eine nochmals andere Dimension hat der Konflikt, den Nordkorea mit seinen Atomwaffentests und US-Präsident Trump mit seinen Drohungen befeuern. Auch dies war Thema im Europaparlament, zu dem ich gesprochen habe. Ich habe den jüngsten, einstimmigen Beschluss im UN-Sicherheitsrat über weitere Sanktionen gegen Nordkorea begrüßt. Nicht weil diese Sanktionen nun diesen brandgefährlichen Konflikt lösen würden. Aber sie signalisieren Nordkorea, dass die drei relevanten Akteure – USA, Russland, China – sich eben doch einigen können. Und sie signalisieren den USA, dass sie sich mit Russland und vor allem China verständigen müssen. Die Alternative wäre Krieg mit unabsehbaren Folgen für die ganze Welt. An erster Stelle muss deshalb die Vermeidung einer weiteren militärische Eskalation stehen. Zwingend notwendig ist außerdem, dass die Regierungen Nordkoreas und der USA wieder ins Gespräch kommen und unter Führung der UN oder auch im Rahmen der wiederzubelebenden 6-Parteien-Gespräche nach einer tragfähigen politischen Lösung gesucht wird.

 

Europa-VOXBOX: Stimmen in Europa

Im Gespräch mit Jordi Solé MdEPImmer wieder werde ich in Bayern zu spezifischen Themen in Europa und ihre Folgen für die EU angesprochen. Doch was sind die Positionen vor Ort? Ich habe beschlossen, Europaabgeordnete aus anderen Mitgliedstaaten zu dort aktuellen Themen zu befragen und sie in der VOXBOX, dem Multimediazentrum des Europäischen Parlaments, um ihre persönliche Einschätzung zu bitten.
Vor dem Hintergrund des geplanten Unabhängigkeitsreferendums in Katalonien am 1. Oktober wollte ich von meinem katalonischen Fraktionskollegen Josep-Maria Terricabras und Jordi Solé i Ferrando wissen, wie und warum es zum Referendum kam und welche Folgen eine Abspaltung für Europa hätte.

Josep-Maria Terricabras sprach vom Jahrzehnte dauernden Bestreben Kataloniens, unabhängig zu werden und der Bedeutung dieses Schrittes für die Katalan*innen: „Wir wollen nicht weiterhin als unmündig erklärt werden. “ Katalonien wolle sein demokratisches Recht ausüben und im Falle eines Siegs der Separationsbefürworter die guten Beziehungen zur EU und seinen Mitgliedstaaten weiterführen. Mit Hinblick auf die verstärkten Bestrebungen der Regierung in Madrid, das Referendum zu verhindern, sagte Jordi Solé i Ferrando: „Wir werden in den kommenden Wochen noch viele Hindernisse in den Weg gelegt bekommen, aber ich glaube, dass sich die Mehrheit unsere Gesellschaft bewusst ist, dass dieses demokratische Recht nicht verhindert werden darf.“

Die Videos sind in voller Länge auf meiner Homepage abrufbar.

 

Bayern

Am 5. August hatten die Grünen zum "Talk im Grünen" in den Achenpark von Kirchanschöring eingeladen. Tropische Sommernacht, afrikanisch-bayrische Musik, charmante Moderation und drei Grüne Politikerinnen, die erklärten warum es auf ihren Arbeitsebenen - Salzburger Landesregierung, bayrischer Landtag, Europaparlament - GRÜNE Politik braucht! Ein wirklich stimmungs- und energievoller Polittalk, den die Grünen im Salzachtal auf die Beine gestellt haben und der vor allem auch dem Bundestagskandidaten Andreas Herden für ein gutes Ergebnis am 24. September Rückenwind geben wird!

Mit dabei waren Gisela Sengl, Landtagsabgeordnete in Bayern und Dr. Astrid Rössler, stellvertretende Salzburger Landeshauptfrau.

Am 9. August besuchte ich zum Jahrestag der Ermordung von Franz Jägerstätter zusammen mit Andreas Herden das Jägerstätterhaus im österreichischen St. Radegund, nahe der bayrischen Grenze. Wir hatten ein sehr eindrückliches Gespräch mit Maria Dammer, der Tochter von Franz Jägerstätter. Jägerstätter stammte aus ärmlichen Verhältnissen und wurde Bauer in St. Radegund. Seine Frau und er, beide katholisch und sehr religiös, hatten drei Kinder und bewirtschafteten den Hof. Er verfolgte die Politik der Nazis sehr kritisch, stimmte gegen den Anschluss Österreichs und lehnte nach dem Anschluss das Amt des Bürgermeisters ab.
Als er 1940/41 beim Militär zum Kraftfahrer ausgebildet wurde, verfestigte sich seine Entschlossenheit, nie für die Nazis zu kämpfen, für Leute, "die Kinder umbringen und nichts gutes im Sinn haben", wie seine Tochter bewegend erzählte. Er beschloss, den Wehrdienst zu verweigern. Zwei Jahre wartete er auf den Einzugsbefehl und als dieser dann eintraf, setzte er seinen Entschluss konsequent um. Wegen Wehrkraftzersetzung wurde er inhaftiert, nach Berlin gebracht und dort zum Tode verurteilt. Am 9. August 1943 wurde er im Zuchthaus Brandenburg a.d. Havel ermordet. Die Tochter war damals viereinhalb Jahre alt und erzählte uns vom Leben der Familie im Dorf, von Ausgrenzung und Anfeindungen, aber auch von der später einsetzenden Würdigung und Wertschätzung für Franz Jägerstätter. Heute ist der Bauernhof eine Gedenkstätte, Franz Jägerstätter wurde selig gesprochen und über Pax Christi ist die Familie mit Opferverbänden und Gedenkvereinen auch international eng vernetzt. Aktive Vertreterinnen von Pax Christi ergänzten im Gespräch die Schilderungen von Frau Dammer und so war es für mich ein beeindruckender Besuch und ein Stück Erinnerungskultur an einen Menschen, der selbst den Tod in Kauf nahm und sich im Kampf gegen unsagbares Unrecht und Verbrechen nicht hat brechen lassen.

Am 15. September lud mich der Kreisvorstandschaft des Bayerischen Bauernverbandes Ostallgäu zu einem Gespräch in die neue Geschäftsstelle am Grünen Zentrum in Kaufbeuren ein. Begleitet wurde ich von Dr. Günter Räder, Bundestagskandidat der Grünen im Ost- und Unterallgäu, sowie von der Kreisrätin und Biobäuerin Clara Knestel. Ich berichtete über die allgemeine Lage der Landwirtschaft in der EU und stellte die grünen Schwerpunkte und Zielsetzungen für die Landwirtschaft vor: Lebensmittelqualität, Umweltstandards im Tierschutz, Klimaschutz, Wasser- und Luftreinhaltung, Artenvielfalt und Lebensmittelsouveränität spielen für uns eine zentrale Rolle. Die Kreisvorstandschaft kritisierte die Umverteilung von Subventionen in der Landwirtschaft von der sogenannten ersten Säule (Direktzahlungen) zur zweiten Säule (Entwicklung des ländlichen Raums). Wir Grünen wiederum fordern eine weitere Stärkung der zweiten Säule weil mit der bisherigen Praxis vor allem der Besitz von Fläche belohnt wird. Es braucht die Stärkung der zweiten Säule, um die Schäden zu kompensieren, die durch die industrielle Landwirtschaft entstehen.

Auch der enorme Flächenverbrauch war Thema. Ausgleichsflächen für Straßenbau oder Gewerbegebiete bereitzustellen erfordert immer mehr landwirtschaftlich genutzte Flächen aus der Lebensmittelproduktion heraus zu nehmen. Hier sehen sich vor allem kleiner Betriebe, so wie es sie im Allgäu gibt, benachteiligt. Sie befürchten ein langsames Sterben ihrer Höfe und bangen um ihre Existenz. Ich wies auf die Position der Grünen zur Beschränkung des Flächenverbrauchs hin, stellte aber auch klar, dass ökologische Ausgleichsflächen für den Erhalt der Artenvielfalt wichtig und notwendig sind. Herr Nadler, Vorstandsvorsitzender des BBV Ostallgäu, wünschte sich, dass ökologische, ökonomische und soziale Komponenten in der Europapolitik berücksichtigt werden. Die Vielfalt der Allgäuer Landschaft wird durch die Arbeit der Landwirte und ihrer Familien erhalten, dies sollte stärker wertgeschätzt werden.

FOTO: Die Kreisvorstandschaft des BBV Bayerischen Bauernverbandes Kaufbeuren-Ostallgäu mit Vorstandsvorsitzenden Herr Nadler und Stellvertreter Herr Stadler, sowie Geschäftsführer Herr Kölbl; Dr. Dip.Ing. Günter Räder, Gemeinderat in Obergünzburg, Vorsitzender des Kreisverbandes der Grünen Ostallgäu-Kaufbeuren, Biolandumstellungsberater, Agraringeneur, BT Kandidat Ost- und Unterallgäu, Clara Knestel, Biobäuerin, Mitglied im Kreistag Ostallgäu-Kaufbeuren und Ulrike Seifert.

Auf Einladung der Volkshochschule Füssen diskutierte ich ebenfalls am 15. September mit Bürger*innen über europäische Politik und in Obergünzburg sprach ich auf Einladung des grünen Bundestagskandidaten Dr. Günter Räder am Tag darauf zum Thema „Von weniger Europa hat keiner mehr“. Am 16. sprach ich in Obergünzburg zum gleichen Thema und Günter Räder stellte sich als Bundestagskandidat vor.

Die vorangegangene Plenarwoche des Europäischen Parlaments bot viel Stoff, um sich mit den großen Linien zukünftiger europäischer Entwicklungen auseinander zu setzen: Es ging um die Rede zur Lage der EU, die Kommissionspräsident Juncker in Straßburg gehalten hat. Auch berichtete ich vom Austausch mit Michel Barnier, dem europäischen Chefunterhändler bei den Brexitverhandlungen. Er hatte wenige Tage zuvor die grüne Fraktion im Europäischen Parlament besucht und über die aktuellen Entwicklungen berichtet.

 

Kalender

Verleihung des Preises „Rebellinnen gegen den Krieg“ durch die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit
22. September, 18:00 Uhr, Rathaus zu Verden, Große Str. 40, 27283 Verden (Aller)
Laudatio zu Ehren der diesjährigen Preisträgerin Zaina Erhaim. Mehr Infos: http://www.wilpf.de/rebellinnen-preis/

Preisverleihung – Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis
24. September, 11:00 Uhr, Opernhaus, Richard-Wagner-Platz 2-10, 90443 Nürnberg
Grußwort anlässlich der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises. Mehr Infos unter: https://www.nuernberg.de/internet/menschenrechte/jurybegruendung_caesar.html

Systematisch überfordert? Was unsere komplexe Welt für die Demokratie bedeutet
19. Oktober, 19:00 Uhr, Black Box im Gasteig, Rosenheimer Str. 5, 81667 München

 

Diese Veröffentlichungen können im Berliner Büro kostenlos bestellt werden (mail an: eu-presse-lochbihler(at)gruene-europa.de):

Der Kampf gegen Antiziganismus in Europa
Gemeinsam mit grünen Europaabgeordneten aus Deutschland, Österreich, Schweden und Ungarn habe ich die Publikation "Der Kampf gegen Antiziganismus in Europa" herausgegeben, um das Bewusstsein über die Diskriminierung gegenüber europäischen Sinti und Roma zu stärken und einen Beitrag zur Bekämpfung des Antiziganismus zu leisten.
Mein Beitrag darin widmet sich dem langen Weg hin zur Anerkennung des Völkermords an den europäischen Sinti und Roma. Es hat 37 Jahre gedauert, bis die Bundesrepublik Deutschland den Genozid als solchen benannte. Im April 2015 verabschiedete das Europäische Parlament eine Resolution, mit der der 2. August zum europäischen Gedenktag an den Genozid an den Sinti und Roma erklärte.
- als PDF ist das Buch hier zu finden: http://www.barbara-lochbihler.de/fileadmin/user_upload/pdf/2017/Der_Kampf_gegen_Antiziganismus_web_small.pdf

Menschenhandel
In dieser Broschüre versuche ich, einen möglichst vielseitigen Blick auf die unterschiedlichen Ausbeutungsformen, aber auch auf verwandte Themen wie Geldwäsche oder den Unterschied zwischen Menschenhandel und Menschenschmuggel zu eröffnen. Dazu schreiben renommierte Journalisten, Expertinnen und Nichtregierungsorganisationen, und ein Vertreter von Europol und die EU-Koordinatorin für die Bekämpfung des Menschenhandels beantworten Fragen im Interview.
- als PDF ist die Broschüre hier zu finden: http://www.barbara-lochbihler.de/fileadmin/user_upload/pdf/2017/BL_Menschenhandel-Entwurf_190x280mm_RZ_Einzelseiten_Web.pdf

 

Presseecho

Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau am 14. September: „Flüchtlingsschutz ist völkerrechtliche Verpflichtung.“http://www.fr.de/politik/meinung/gastbeitraege/migration-fluechtlingsschutz-ist-voelkerrechtliche-verpflichtung-a-1350257

Debattenbeitrag zur Flüchtlingspolitik in der Wochenzeitung der Freitag am 6. September: „Vom Kopf auf die Füße“ https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/vom-kopf-auf-die-fuesse

Kommentar in MIGAZIN am 1. September: „Die EU-Flüchtlingspolitik ist in jeder Beziehung besorgniserregend“ http://www.migazin.de/2017/09/01/werteentsorgung-die-eu-fluechtlingspolitik-beziehung/

Interview im Deutschlandfunk: Rohingya fliehen aus Myanmar "Das Militär reagiert absolut überzogen", 11. September; http://www.deutschlandfunk.de/rohingya-fliehen-aus-myanmar-das-militaer-reagiert-absolut.694.de.html?dram:article_id=395594

Voice of America vom 14. September: Zitierungen zur Menschenrechtslage in Kambodscha in: „Leverage in Cambodia Key Question for US, EU“ David Boyle und in Radio Free Asia am 15. September https://www.voanews.com/a/leverage-cambodia-key-question-united-states-european-union/4029323.html

Interview Deutsche Welle, Radio und Video „Suu Kyi muss in Rohingya-Krise handeln“, 12. September  http://www.dw.com/de/lochbihler-suu-kyi-muss-in-rohingya-krise-handeln/av-40473773

The Cambodia Daily vom 15. August, On One-Year Anniversary, Activists Call for Tep Vanny Release, Sek Odom and Julia-Grace https://www.cambodiadaily.com/news/on-one-year-anniversary-activists-call-for-tep-vanny-release-133673/

Passauer Neue Presse und heimatzeitung.de, 11. August: Für eine bessere Welt: "Talk im Grünen" in Kirchanschöring http://www.pnp.de/lokales/landkreis_traunstein/2617329_Fuer-eine-bessere-Welt-Talk-im-Gruenen-in-Kirchanschoering.html

Passauer Neue Presse, 12. August: „Du musst einfach Grün wählen“
https://plus.pnp.de/lokales/waging/2617691_Du-musst-einfach-Gruen-waehlen.html

Das Portrait vom Bayerischen Rundfunk ist inzwischen online: „Euro-Porträt Lochbihler im Kampf um Menschenrechte“ http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/euroblick/lochbihler-eu-parlament-100.html#tab=bcastInfo&jump=tab

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