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Abdul Aziz Muhamat aus dem Sudan ist der Preisträger des Martin Ennals Award 2019

Mit diesem Preis werden jedes Jahr in Genf Menschenrechtsverteidiger*innen für ihr herausragendes und oft mit hohem Risiko verbundenes Engagement geehrt. Zur Jury gehören zehn führende Menschenrechts-organisationen.


Barbara Lochbihler, Vizepräsidentin des Menschenrechtsausschusses im Europäischen Parlament und außen- sowie menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion Die Grünen/EFA erklärt dazu:

„Ich gratuliere Abdul Aziz Muhamat von Herzen zu dieser Auszeichnung. Mit großer Beharrlichkeit und viel Mut kämpft er seit über fünf Jahren gegen die unmenschlichen Bedingungen in den Lagern auf der Pazifikinsel Manus. Hier werden hunderte von Flüchtlingen auf Betreiben der australischen Regierung festgehalten, Die Auszeichnung von Abdul Aziz Muhamat sollte uns einmal mehr Mahnung sein, dass eine Flüchtlingspolitik, die auf Mauern, Abschottung, Auslagerung und Entrechtung setzt, keinerlei Probleme löst.

Glückwünsche und größte Anerkennung gebührt auch Eren Keskin aus der Türkei und Marino Cordoba Berrio aus Kolumbien, die als Finalisten ebenfalls geehrt werden. Die Menschenrechtsanwältin Eren Keskin, die nicht zur Preisverleihung ausreisen durfte, streitet seit Jahrzehnten für die Meinungsfreiheit insbesondere von Frauen, die sich gegen patriarchale Strukturen wehren und von Kurden. Sie muss dafür gerade wieder eine lange Haftstrafe fürchten. Marino Cordoba Berrios Engagement für die Rechte ethnischer Minderheiten in Kolumbien hat ihn selbst immer wieder in Lebensgefahr gebracht.“

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