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Aufatmen am Riedberger Horn

(c) Foto: Sammlung Gesellschaft für Ökologische Forschung.

Nachdem Ministerpräsident Söder die Änderung des Alpenplans und den Bau eines Skilifts am Riedberger Horn als Heimatminister noch vehement voran gepeitscht hat, hat er die Skischaukel nun doch gestoppt - für zehn Jahre. Das vorläufige Ende des Projekts ist ein Erfolg für alle Bürgerinnen und Bürger, die für den Erhalt des Umwelt- und Landschaftsschutzes in Bayern einstehen.

Die Bayerinnen und Bayern wollen ihre Natur auch in Zukunft genießen können. Die Förderung antiquierter und kurzsichtiger Tourismuskonzepte kann heute niemanden mehr überzeugen. Nach der Ankündigung von Ministerpräsident Söders, anstelle des Skilifts einen nachhaltigen Tourismus in der Region mit 20 Millionen Euro zu fördern, bleibt nun abzuwarten, welche Taten tatsächlich folgen werden und wie es um ihre Nachhaltigkeit bestellt sein wird.

Für den Naturschutz in der Region bleibt es problematisch, dass das Riedberger Horn nach der Änderung des Alpenplans außerhalb der höchsten Schutzzone liegt. Deshalb ist es gut, dass der Bund Naturschutz in Bayern und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) an ihrer Klage festhalten. Trotz der Freude über das Ende des Skilifts bleibt die Änderung des Alpenplans ein großer Rückschritt für den Natur- und Landschaftsschutz in Bayern.

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