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VOXBOX: Schottland und der BREXIT

Im Gespräch mit Jordi Solé MdEP

Im Gespräch mit dem schottischen Europaabgeordneten Alyn Smith

Von meinem schottischen Fraktionskollegen Alyn Smith wollte ich wissen, wie die Stimmung in Schottland nach dem BREXIT-Referendum ist und wie Schottland auf die Verhandlungen Einfluss nehmen kann.

Schottland hat beim BREXIT-Referendum im Juni 2016 mehrheitlich für einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union gestimmt. Trotzdem wird es nun gemeinsam mit England, Wales und Nordirland aus der EU austreten müssen. Ich wollte von meinem schottischen Fraktionskollegen Alyn Smith, der Mitglied der Scotish National Party ist, wissen, wie die aktuelle Stimmung in Schottland ist und welche Möglichkeiten Schottland hat auf die Verhandlungen Einfluss zu nehmen.

„Das ist eine große Schande“

Alyn Smith sprach von Angst und Unsicherheiten sowohl der Menschen in Schottland als auch vieler Bürgerinnen und Bürger, die sich seit dem BREXIT-Referendum an ihn wenden und nicht wissen, wie es mit ihrem Leben weitergeht. 2,6 Millionen EU-Bürgerinnen und -bürger leben in Großbritannien und 1,2 Britinnen und Briten in anderen Staaten der EU. Die Lebensentwürfe dieser Menschen werden durch den kommenden EU-Austritt bedroht, ohne dass sie wissen, wie es für sie weitergehen könnte. 18 Monate nach dem Referendum kann die Politik ihnen noch immer keine Antworten liefern.

Schottland sei laut Alyn Smith dazu bereit, mit der britischen Regierung zusammenzuarbeiten und versuche, einen Sonderstatus beim Zugang zum europäischen Binnenmarkt zu erreichen. Allerdings seien im Moment absolut keine seriösen Diskussionen mit der britischen Regierung möglich.

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